60-94 Niederlage in Jena

Es gibt so Tage, da läuft alles schief, was schieflaufen kann. Umgangssprachlich spricht man von einem gebrauchten Tag und genau so einen Tag erwischten die Tropics am Samstag beim Auswärtsspiel in Jena.

Die Oberhachinger hatten keinen guten Start in die Partie gegen die Bundesligareserve der Thüringer. Offensiv wollte man die körperlichen Vorteile gegenüber des Gastgebers ausnutzen und suchte im ersten Viertel immer wieder den Weg zum Korb bzw. brachte den Ball zu den großen Spielern ans Brett. Diese Taktik ging nicht auf, da es die Mannen von Coach Mario Matic nicht ein einziges Mal bei ihren Aktionen schafften, an die Freiwurflinie zu gelangen oder geschweige denn ein Foul rauszuholen.

Mitte des ersten Viertels dann ein Schockmoment für Oberhaching. Jakob Sperber, nach den Verletzungen von Först und Börstler der einzig verbliebene Playmaker im Kader der Gelbhemden, musste nach einem Foul seines Gegenspielers verletzt ausgewechselt werden und konnte nicht mehr mitwirken. Nach zehn gespielten Minuten stand ein Ergebnis von 15-7 für die Gastgeber um Topscorer Vincent Garrett auf der Anzeigetafel.

Im zweiten Spielabschnitt erhöhten die Thüringer Ihre aggressive Spielweise, mit der die Tropics überhaupt nicht zurecht kamen. Ohne etatmäßigen Aufbauspieler taten sich Knox und co unheimlich schwer ein geordnetes Offensivspiel aufzuziehen. Zudem gerieten die Gelbhemden sehr früh in Foulprobleme und konnten daher auch in der Verteidigung nicht mehr richtig zupacken. Zur Halbzeit lag man schon mit 22-40 Punkten hinten und neben der kleinen Rotation machten sich auch die Strapazen der langen Anfahrt bemerkbar.

Mario Matic: “Bereits Mitte des zweiten Viertels machte sich eine sehr große Frustration breit bei meinen Spielern. Ich will das nicht weiter kommentieren. Wir hätten auf dem Spielfeld eine Reaktion zeigen müssen und unseren Fokus komplett auf des Spielgeschehen richten müssen. Hierzu muss ich mich selber auch kritisieren. Es gibt einfach Dinge im Basketball, die man eben nicht beeinflussen kann. Jena hat ein perfektes Spiel gemacht und die Situation clever ausgenutzt. Glückwunsch an meinen Trainerkollegen, der über die Saison gesehen eine sehr gute Arbeit gemacht hat mit seinem Team.”

Im Gegensatz zu vielen anderen Aufholjagden in dieser Spielzeit schafften es die Tropics in der zweiten Halbzeit nicht mehr ins Spiel zurückzukommen. Ob man mit einem Punkt verliert oder unter die Räder kommt,  wie die Tropics in diesem Spiel,  interessiert ein paar Tage später niemanden mehr. In der Endabrechung zählt einzig die Niederlage, die man einstecken musste. Man hat zweifelsohne einen gebrauchten Tag erwischt und will die Wut, die man nach der Partie hatte, bis zum kommenden Heimspiel in positive Energie umwandeln. Die Niederlage muss so schnell wie möglich abgehakt werden und mit einem Sieg gegen Bayreuth wiedergutgemacht werden.

Punkteverteilung: Knox 18, Walter 15, Diestelhorst 12, Kögler 9, Kitatu 4, Francois-Friis 2, Rank, Sperber


Auswärtsspiele
Heimspiele
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