70-64 (39-29) Sieg dank starker Defense

Es war kein Spiel für Liebhaber von Offensivbasketball, sondern - wie für ein Derby typisch - ein Kampfspiel bei dem beide Mannschaften um jeden Ball kämpften und keine einfachen Punkte zugelassen haben. In einer bis zum Schluss spannenden Partie setzten sich die Tropics verdient mit 70-64 durch und feierten ausgelassen den wichtigen Derbysieg.

Wie bereits unter der Woche berichtet, gesellte sich neben Ben Kitatu auch Philipp Först zur Liste der verletzten Spieler und die Tropics mussten somit neben Julian Lippert auch auf Ihren Kapitän verzichten. Wieder dabei war hingegen Aufbauspieler Jakob Sperber, der nach seiner langwierigen Knieverletztung viel Energie von der Bank ins Spiel brachte. Gästetrainer Robby Scheinberg musste hingegen auf seinen etatmäßig Aufbauspieler Mrda verzichten, konnte aber auf den großen Positionen wieder aus dem Vollen schöpfen. Neben Ex-Tropic Moritz Wohlers stand auch der zuletzt verletzte Oscar da Silva im Kader der Gäste. Da Silva, der im Sommer zu Stanford ans US-College wechselt, gilt als eines der größten europäischen Talente in seinem Jahrgang und steht vor einer großen Karriere.

Die Marschroute vor dem Spiel war somit klar für die Gelbhemden. Mit viel Druck am Ball wollte man die Schwachstelle des Gegners attackieren und verhindern, dass der Tabellensechste sein gefürchtetes Insidespiel aufziehen kann. Angreifen in der Verteidigung war die Devise des Trainerteams und sobald der Ball in den Lowpost kam, wurden Wohlers und Co konsequent gedoppelt um einfache Punkte in der Zone zu verhindern.

Dank starker Defense und großem Kampf um die Rebounds erwischt die Matic-Truppe den besseren Start im Prestigeduell. Nach einer 17-8 Führung war NBBL-Allstarcoach Robert Scheinberg gezwungen eine Auszeit zu nehmen und seine Truppe neu einzustellen. Bis zur Halbzeit konnten die Gelbhemden den Vorsprung halten, da nicht nur in der Defense stark geackert wurde sondern auch vorne die Würfe fielen. Neben US-Boy Omari Knox wurde vor allem Frieder Diestelhorst immer wieder hervorragend von seinen Mitspielern in Szene gesetzt und traf traumwandlerisch sicher von der Dreierlinie (26 Punkte, 6/12 Dreier).

Das dritte Viertel gehörte den Gästen, die mit einer ordentlichen Portion Wut aus der Kabine kamen und nun immer besser ins Spiel fanden. Die Gastgeber verloren hingegen auf beiden Seiten des Feldes ihre Linie und leisteten sich mehrere haarsträubende Fehler. Als der stark aufspielende da Silva in der 28. Spielminute per Freiwurf die Partie zum 48:48 ausglich drohte die Partie nun endgültig zu kippen. Doch die Tropics hatten in diesem heiklen Moment die passende Antwort parat und gingen durch Punkte von Hübner und Knox mit einem 4-Punkte Vorsprung ins spielentscheidende letzte Viertel.

In den hartumkämpften letzten 10 Spielminuten erkämpften sich die Tropics letztendlich hochverdient den wichtigen Sieg. Dass die Punkte in Oberhaching geblieben sind, liegt vor allem daran dass sich alle Oberhachinger durch bedingungslosen Einsatz in der Verteidigung in den Dienst der Mannschaft gestellt haben. Janosch Kögler und Verteidigungsminister Torsten Walter hielten den Schwabinger US-Profi McDonald auf sage und schreibe 2 Punkte. Während Sperber und Börstler die Aufbauspieler des Gegners beackerten, kämpften Francois-Friis und Hübner wie die Löwen gegen die Hünen aus dem Münchner Norden. Knox und Co feierten noch lange ausgiebig den wichtigen Derbysieg und wollen schon kommende Woche in Vilsbiburg nachlegen. Im anderen Sonntagsspiel setzte sich Rosenheim sehr souverän in Bad Aibling durch.

Co-Trainer Robert Maras : „Die Mannschaft hat heute großartig gekämpft. Vor allem auch die Spieler, die in der Offense ihren Rhythmus nicht gefunden haben, sind für das Team durchs Feuer gegangen und waren trotzdem wichtige Faktoren. Dass wir das Reboundduell gegen die körperlich überlegende Truppe von Schwabing gewinnen konnten, ist eine kleine Sensation. Nun müssen wir weiter Gas geben und versuchen schon kommende Woche nachzulegen. „

Statistik: Diestelhorst (26 Punkte, 9 Rebounds), Knox (19 Punkte, 9 Rebounds, 7 Assists, 6 Steals), Hübner (9 Punkte, 9 Rebounds), Kögler (4 Punkte,), Sperber (4 Punkte), Francois-Friis (3 Punkte, 4 Rebounds), Börstler (2 Punkte, 5 Rebounds), Walter (2 Punkte), Rank


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