88:62 Sieg dank starker Defense 

Während die Tropics nach Spielende minutenlang mit Szenenapplaus von den eigenen Fans gefeiert wurden, saßen die Gäste mit Ihrem erfahrenen Trainer Farsin Hamzei betrübt auf Ihrer Bank und ärgerten sich über die hohe Niederlage. Dabei haben die Oberhachinger Basketballer die Thüringer überraschenderweise mit Ihren eigenen Waffen geschlagen. Das Markenzeichen der Bundesligareserve aus Jena ist nämlich eine knallharte und aggressive Defense, und es war vor allem die Intensität in der eigenen Hälfte, die den Mannen um Kapitän Philipp Först den vierten Saisonsieg bescherte. Wie bereits vergangene Woche beim Auswärtssieg in Herzogenaurach hielt man den Gegner unter 65 Punkte und beherrschte die Bretter (40 zu 20 Rebounds).

Den besseren Start in die Partie hatten jedoch die Thüringer, die in den Anfangsminuten zeigten, warum sie als eine der positiven Überraschungen der diesjährigen Regionalligasaison gelten. Der Aufsteiger, der vor dem Spiel eine Bilanz von 6:3 auf dem Punktekonto hatte, suchte sein Glück erfolgreich mit Würfen hinter der 6,75 Meter Linie. Neben dem starken US-Boy Garret war es vor allem der ausgewiesene Dreipunktspezialist Glück, der den Tropics Probleme bereite.

Nach acht gespielten Minuten lagen die Gelbhemden mit 16:23 hinten und das Trainerteam Matic/Maras war bereits früh im Spiel gezwungen die zweite Auszeit zu nehmen. Die lautstarke Ansprache zeigte nun Wirkung und der Gastgeber brachte nun eine ganz andere Intensität aufs Feld. Vor allem die Bankspieler Först, Börstler und Francois-Friis sorgten für frischen Wind und erhöhten das Tempo. Die Tropics spielten nun mit so viel Feuer, dass die Zuschauer Angst haben mussten, dass der Boden in der Halle anfängt zu brennen. Bis zur Halbzeit ließen Knox und co. nur noch neun weitere Punkte für den Gegner zu.

Die Rebounds wurden klar dominiert und die vielen Stops in der Defense wurden durch schnelles Umschalten in den Angriff zu einigen einfachen Punkten im Fastbreak genutzt. In der 16.Minute folgte dann das absolute Highlight dieser Partie, die alle Zuschauer von den Stühlen riss. Ein spektakulärer Dunking von Janosch Kögler zur 36:27 Führung, der den Ball mit viel Autorität gegen zwei Gegenspieler durch den Ring hämmerte, trieb die Mannschaft noch weiter nach vorne.

Zur Halbzeit stand es dann 40:32, doch Jena hatte in dieser Saison bereits viele Spiele nach Rückstand gedreht und man war dementsprechend gewarnt. Die Bundesligareserve der Thüringer erhöhte im dritten Viertel den Druck in der Verteidigung und versuchte den Gelbhemden nun immer mehr Ihr Spieltempo aufzudrücken.  Doch die Matic-Truppe ließ sich nicht aus Ihrem Konzept bringen und kontrollierte weiterhin den Spielrhythmus. In der Offense ließ man uneigennützig den Ball laufen und suchte immer wieder den besser postierten Mitspieler. Die Teamdefense stand weiterhin sehr gut und vor allem Francois-Friis machte ein bärenstarkes Spiel gegen den Topscorer Garrett.

Mit einer 62:51 Führung ging es nun ins entscheidende letzte Viertel. Trainerfuchs Hamzei stellte seine Taktik um und versuchte das Spiel nun mit einer Zonenverteidigung über das komplette Spielfeld zu drehen. Die Rechnung hatte er dabei ohne US-Boy Omari Knox gemacht. Neben perfekt herausgespielten Korblegern für das Centertrio Francois-Friis, Lippert und Kitatu war es nun dem Topscorer der Oberhachinger vorbehalten für die Vorentscheidung zu sorgen. Mit drei blitzsauber versenkten Dreiern in Serie sorgte der Amerikaner für klare Verhältnisse und sicherte seinem Team dem zweiten Sieg in Folge. Durch den Heimerfolg kletterten die Gelbhemden nach diesem Spieltag auf den achten Tabellenplatz und wollen kommende Woche in Bayreuth Ihre Siegesserie fortsetzen.

Co-Trainer Robert Maras: „Wer die Rebounds kontrolliert, der kontrolliert das Spiel. Wir haben eindrucksvoll die Bretter dominiert und das war ein sehr wichtiger Schlüssel zum Sieg. Nach schläfrigen Start haben wir mit enormer Intensität verteidigt und den Gegner phasenweise zur Verzweiflung gebracht. Ein Sonderlob bekommt Aidan Francois-Friis, der sein bestes Verteidigungsspiel im Dress der Tropics gezeigt hat. Nun gilt es in Bayreuth nachzulegen und das Selbstvertrauen der letzten zwei Siege ins nächste Spiel mitzunehmen.“

Punkteverteilung: Knox 27, Kögler 13, Francois-Friis 13, Lippert 12, Kitatu 8, Börstler 8, Först 3, Walter, Rank


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