78:64 Sieg dank starker Defensivleistung

Die Vorzeichen für die Ausfährtsfahrt nach Herzogenaurach waren nicht optimal. Neben Markus Hübner und Jakob Sperber gesellte sich auch Aufbauspieler Florian Börstler (Rückenprobleme) zum Lazarett. Da Nachwuchsmann Andi Rank für die zweite Mannschaft im Einsatz war, machten sich die Gelbhemden mit nur acht einsatzfähigen Akteuren auf den Weg nach Mittelfranken. Aufgrund des spielfreien Wochenendes von Kooperationspartner Falcons Nürnberg konnten die Gastgeber zudem auf alle Pro A Doppellizenzspieler zurückgreifen und spielten somit erstmals in dieser Saison in Bestbesetzung. Neben den Jugendnationalspielern Nils Haßfurther, Pal Ghotra und Moritz Sanders sollte vor allem der BBL-erfahrene Robert Zinn die Longhorns zum vierten Saisonsieg führen.

Die knapp 200 Zuschauer im Gynasium Herzogenaurach, die fest mit einem Sieg Ihrer Mannschaft gerechnet hatten, rieben sich nach rund sieben Minuten verwundert die Augen. Der Blick auf die Anzeigetafel zeigte eine 21:3 Führung für die Tropics, die einen sensationellen Start ins Spiel hinlegten. Grundlage für die Führung war eine bärenstarke Defensivleistung. Janosch Kögler und Omari Knox machten viel Druck auf die Aufbauspieler und Frieder Diestelhorst kümmerte sich um Topscorer Mike Kaiser. Das Centerduo Ben Kitatu/Julian Lippert hielt mit viel Kampfgeist die “Twin Towers” Moritz Sanders (210cm) und Tanor Ngom (218cm) aus der Zone raus. Doch auch im Angriff spielten die Gelbhemden hochkonzentriert und fanden immer wieder den besser postierten Mitspieler. Ein unglaublicher Dunking von Frieder Diestelhorst, der den Ball gegen drei Gegenspieler durch den Ring hämmerte, sorgte zusätzlich für einen Energieschub und pushte das Team weiter nach vorne. Mit einer hochverdienten 28:15 Führung ging es in die erste Viertelpause.

Die Bankspieler Torsten Walter, Phillip Först und Aidan Francois-Friis reihten sich nun nahtlos in die tolle Mannschaftsleistung ein und hielten die Intensität weiterhin hoch. Besonders lobenswert die Energieleistung von Torsten Walter, der in knapp 18 Minuten mit sieben Rebounds zusammen mit Kögler den besten Wert im Tropics Team hatte.

Zwar fanden die Longhorns über Ihre Pro A Spieler nun immer besser ins Spiel, doch die Gelbhemden hatten immer eine Antwort parat und führten auch beim Gang in die Kabine immer noch im zweistelligen Bereich.

Anfang des dritten Viertels brachte man sich jedoch durch eine unnötige Undiszipliniertheit selber aus dem Konzept. Die Longhorns witterten nun Ihre Chance und kamen Ihrerseits nun immer besser in die Partie. Vor allem Aufbauspieler Robert Zinn übernahm jetzt die Verantwortung für die Mittelfranken und zeigte warum er auch in der Pro A ein Starting Five Spieler ist. Neben zwei erfolgreichen Dreipunktwürfen setzte er seine Mitspieler nun immer wieder gekonnt in Szene und der komfortable Vorsprung der Gelbhemden schmolz dahin.

In der 32 Minute ging Herzogenaurach dann erstmals in Führung (57:56) und Coach Mario Matic musste mit einer weiteren Auszeit reagieren um den Lauf der Longhorns zu stoppen. Die Mannen um Kapitän Phillip Först konterten nun Ihrerseits wieder mit einem sagenhaften 22:3 Lauf und sorgten für die Vorentscheidung. Wie bereits zu Anfang der Partie zeigten die Tropics nun Ihre beste Defensivleistung der kompletten Saison und die eigene Zone glich einer unüberwindbaren Betonmauer. Durch das Selbstvertrauen, dass man sich durch Stops hinten in der Verteidigung holte, lief es nun auch vorne wieder wie am Schnürchen. Neben dem herausragenden Frieder Diestelhorst nahm nun vor allem US-Boy Omari Knox das Heft in die Hand und traf einige schwierige Würfe.  Bis auf eine kurze Schwächephase im dritten Viertel zeigten die Tropics eine hochkonzentrierte und kämpferisch starke Leistung. Vor allem das Reboundverhältniss von 39-17 ist ein Beleg für eine tolle Einstellung und man machte sich mit einem hochverdienten Auswärtssieg auf die Heimreise.

Head Coach Mario Matic: “Glückwunsch an meine Mannschaft, die dem großen Druck heute stand gehalten halt. Wir waren von Anfang an hochkonzentriert und haben endlich mal über das gesamte Spiel intensiv verteidigt. Wir haben dem Gegner kaum offene Würfe gelassen und klar die Bretter dominiert. Einziger Kritikpunkt neben 18 Turnovern war, dass wir im gesamten Spiel nur sieben Freiwürfe rausgeholt haben und künftig noch konsequenter den Korb attakieren müssen.”

Punkteverteilung der Tropics: Diestelhorst (27 Punkte), Knox (18), Lippert (12), Francois-Friis (8), Walter (5), Kögler (4), Kitatu (4), Först


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